Serviette wann & Serviette wohin

Serviette & Co

Wer sich zum Essen Gäste nach Hause einlädt, sollte den Schwerpunkt auf gute Speisen legen.  Die passende Tischdekoration ist schnell gewählt und sollte nicht überladen wirken. Einige Tipps und Ideen für einen schönen Abend mit Freunden.

Wollen Sie Ihre Freunde oder Verwandten mit einem aufwändig gedeckten Tisch begeistern, spielt die korrekte Anordnung des Bestecks und Geschirrs eine nicht unwesentliche Rolle. Doch es gibt weitere Punkte, an die man denken sollte. Wie sieht die stimmige Sitzordnung aus? Was für eine Tischdecke wirkt stilvoll oder modern? Oder welche Dekorationselemente tragen zu einem gelungenen Abend bei?

Tisch decken: Die Physik eines wackelnden Tisches

Das Erscheinungsbild des Essbereiches wird zu einem großen Teil durch den Esstisch selbst bestimmt.  So sollten Sie als Gastgeber prüfen, ob der Tisch gut steht und nicht wackelt. Eben dies wird meist vergessen und die Gäste müssen sich dann mit einem nicht stabil stehenden Esstisch begnügen. Ein Fauxpas, den auch die schönste Tischdecke oder das hübscheste Blumengesteck nicht auszubügeln vermag. Kleine Unterlegscheiben aus Kork oder Filzstücke kompensieren rasch einen wackeligen Esstisch. 

Tischdecken aus LeinenEin weißes Tischtuch sorgt für ein festliches Ambiente, alternativ eines in einer schicken z.B. stone-washed Farbe, bewirkt eine kreative Tischdekoration mit vielen Möglichkeiten und wirkt nicht so streng.

Ein weitere wichtige Komponente beim Eindecken ist die Tischwäsche. Bei festlichen Gelegenheiten zum Mittag- oder Abendessen wird gemeinhin ein weißes Tischtuch empfohlen. Benutzt man besonders gutes Besteck und Geschirr, sollte auch ein aufwändiges Tischtuch ausgewählt werden, zum Beispiel aus Leinen. Zusätzlich ist es möglich dekorative Tischläufer über den Tisch zu platzieren. Diese können in der identischen Farbe wie die Tischdecke oder innerhalb einer gewünschten Farbgruppe gewählt werden. Die passende Stoff-Serviette darf nicht fehlen. Bitte die Serviette nicht zu kreativ falten sonst entsteht ein unsauberer Eindruck durch die vielen Handkontakte vor der Nutzung.

Bei größeren Gesellschaften sei es zudem angebracht, Moltons unter die eigentliche Tischdecke zu legen. Dabei handelt es sich um Tischunterlagen aus aufgerauter Baumwolle, die den Tisch schützen und außerdem verhindern, dass das Tischtuch verrutscht. Grundsätzlich sollten Sie auf Geschirr, Besteck und Gläser zurückgreifen, die dem Anlass angemessen sind. Sollten Sie sich beispielsweise für ein eher rustikales Gedeck entscheiden, passen dazu statt des feinen Leinentischtuches auch eine Decke in naturfarben. Alternativ bieten sich hier auch Platzdecken oder Sets an – Letztere haben den Vorteil, dass sie gegen Verschmutzungen schützen, allerdings werden sie hauptsächlich im privaten Bereich und nicht bei festlichen Anlässen genutzt.

Tisch decken wie Profis

Am meisten können Gastgeber wahrscheinlich beim Eindecken, also beim Platzieren von Besteck und Geschirr, falsch machen. Dabei lassen sich die häufigsten Fehler mithilfe ein paar einfacher Richtlinien vermeiden: Den Mittelpunkt des Gedecks kann ein hochwertiger Platzteller darstellen, der die Menueteller und Schüsseln der einzelnen Gänge „trägt“  und die Tischdecke vor Verunreinigungen bewahrt – Ein Platz-Set ist bei festlichen Anlässen ein „no go“, sind wir doch nicht in der Kantine.

Servietten aus LeinenFür jeden Gang des geplanten Menüs gibt es eigenes Besteck. Bei der Anordnung der Messer, Gabeln und Löffel schlägt der Knigge ein einfaches System vor: „Die Geräte, die mit der rechten Hand benutzt werden, liegen rechts vom Teller, die für die linke Hand links davon und zwar so, dass die zuerst benötigten Bestecke jeweils ganz außen zu liegen kommen.“ Falls kein spezielles Fischbesteck vorhanden ist, könne man stattdessen auch zwei gewöhnliche Gabeln ablegen, so die Benimm-Experten. Da sich die Gedecke natürlich durch die Anzahl der Gänge im Menü unterscheiden, gibt es auch unterschiedliche Grundanordnungen. 

Tischdekoration „light“

Das Dekorieren des Tisches sollte getreu dem Motto „weniger ist mehr“ vorgenommen werden. Natürlich sollte auch der Tischschmuck entsprechend dem Anlass ausgewählt werden, wichtig ist dass er nie überladen wirkt und nicht die freie Bewegung am Esstisch oder gar die Gesprächskultur behindert durch mangelnden Sichtkontakt zueinander.  Stimmen Sie die geplanten Elemente aufeinander ab, manchmal reicht das geschickte falten einer Serviette und testen Sie vorab indem Sie sich zu zweit an den Tisch setzen und die Deko (Blumen, Vasen, kleine Deko-Kisten, etc.) auf störendes prüfen. Die passende Beleuchtung ergänzt die Tischdekoration. Leicht abgedimmt, nicht zu dunkel und indirekt- das passt. Sollten brennende Kerzen mit auf den Tisch so prüfen Sie bitte die Standfestigkeit und den „Luftraum“ beim übergreifen nach Suppenschüssel oder Brotkasten. 

Mit diesen Tipps und ihren eigenen kreativen Ideen erhalten Sie ein stimmiges Gesamtwerk und Sie können sich auf einen gelungenen Abend freuen.

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